A

Abfüllen

Der letzte Schritt der Bierproduktion. In der modernen Abfüllanlage der Privatbrauerei Zwettl können bis zu 30.000 Flaschen pro Stunde gereinigt, auf Beschädigungen kontrolliert, befüllt, etikettiert und in Kisten gepackt werden – das sind 8,3 Flaschen pro Sekunde!

Abkühlung

Der Produktionsschritt bei der Bierherstellung, der dem Würzekochen folgt. Bevor die Hefe zugegeben werden kann, muss die heiße Würze im Würzekühler von ca. 100 °C auf etwa 8 bis 12 °C abgekühlt werden. Im nächsten Schritt folgt die Gärung.

Abläutern

Geläutert wird in der Brauerei zwischen dem Maischen und dem Würzekochen. Im Läuterbottich werden die festen Bestandteile der Maische von der Flüssigkeit getrennt. Dabei setzen sich die festen Bestandteile, der „Treber“, am Boden ab und wirken wie ein großes Sieb, durch das die „Bierwürze“ gefiltert wird – diese wird nun gekocht (Würzekochen).

Alkohol

Alkohol, oder genauer Ethanol, entsteht bei der Gärung der Stammwürze, wobei etwa 40 % von ihr in Alkohol umgewandelt wird. Der Alkoholgehalt lässt sich also nach der Formel „die Hälfte der Stammwürze minus 15 %“ abschätzen. Angegeben wird er in Volumsprozent. Das leichteste Zwettler Bier ist der zu 60 Prozent aus alkoholfreier Mehrfruchtlimonade mit Zitronen, Orangen und Limetten bestehende Radler mit 2,0 %-Vol., das stärkste das limitiert verfügbare Zwettler Black Magic-Austrian Porter mit 7,4 %-Vol.

Ausstoß

Der Jahresausstoß einer Brauerei wird traditionell in Hektolitern (= 100 Liter) angegeben. Der Jahresausstoß der Privatbrauerei Zwettl betrug im Jahr 2016 187.500 Hektoliter Bier, der nationale Marktanteil liegt damit bei ca. 2,2 Prozent.


B

Bierdeckel

Die Schweizer nennen ihre Bierdeckel Bierteller und geben damit die heutige Funktion der Papp-Unterlage korrekt wieder. Früher aber legte man beim Biergenuss im Freien die Unterlage auf das Glas, um Insekten und Laub den Eintritt zu verwehren - daher: Bierdeckel. Ob Teller oder Deckel - die Privatbrauerei Zwettl beweist auch hier viel Geschmack: Seit 1993 lassen die Waldviertler Bierbrauer in der Edition "Kunst am Bierdeckel" nahezu jährlich ihre in Kronenkorkenform gestanzten Bierglasuntersetzer von einem anderen Künstler gestalten.

Bierkonsum

Der Österreicher ist ein konstanter Biertrinker: Seit zehn Jahren beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch mit nur minimalen Abweichungen knapp unter 110 Liter im Jahr. Im internationalen Vergleich liegt der Bierkonsum der Österreicher an zweiter Stelle. Mehr Bier konsumieren nur noch die Tschechen          (158 Liter).

Bierlikör

Gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Whisky-Brenner Johann Haider aus Roggenreith sorgt die Privatbrauerei Zwettl auch für hochprozentigen Biergenuss. Aus dem Zwettler Zwickl-Bock brennt Haider einen 41-prozentigen Edelbrand und einen äußerst geschmackvollen Bierlikör. Beide Spezialitäten sind unter anderem im Online-Shop der Privatbrauerei erhältlich.

Bierschokolade

Was entsteht, wenn eine Top-Brauerei und eine exquisite Schokoladenmanufaktur ein gemeinsames Produkt kreieren? Glücklicherweise kein Schokoladebier, sondern Bierschokolade! Die auf handgeschöpfte Schokoladen spezialisierten Konditoreien Hagmann in Krems und Xocolat in Wien verfeinern ihre Bierschokolade mit Zwettler Bier. Dennoch ist die Schokolade "jugendfrei": Der Alkohol im Bier verdunstet bei der Herstellung.

Biertrophy

Seit mehr als 20 Jahren beweist die Privatbrauerei Zwettl mit ihrem jährlich im Herbst stattfindenden Turnier beim GC Ottenstein, dass Bier und Golfspiel durchaus miteinander harmonieren. Vielleicht liegt es ja am Hopfen, der bekannterweise die Nerven beruhigt.

Bierwanderweg

Der Zwettler Bierwanderweg ist eine schöne Möglichkeit, die Zwettler Bierwelt abzuschreiten. Auf der neun Kilometer langen Route kommt der Wanderer am Sudhaus, am Kaiser-Franz-Josef-Wasserschlössl, an Gerstenfeldern und (mit einem halbstündigen Umweg) auch an Hopfengärten und der Schwarz Alm vorbei. Start und Ziel ist die Privatbrauerei Zwettl.

Bierwerkstatt Weitra

Weitra ist die älteste Braustadt Österreichs und somit ein passender Ort für eine Brauerei, in der das Bier auf traditionelle Weise hergestellt wird: Die Bierwerkstatt Weitra betreibt ihr Handwerk noch in Handarbeit. Im Jahr 2003 wurde die Bierwerkstatt als zweite Braustätte in den Zwettler Unternehmensverbund integriert.

Brauerlebnis

Dass Bier ein emotionales Thema ist, kann beim Brauerlebnis in der Privatbrauerei Zwettl nachempfunden werden. Gegen Voranmeldung sind zu erleben: eine multimediale Vorstellung der Privatbrauerei Zwettl, eine Führung durch die Brauerei und eine gemütliche Verkostung in der "Zwickl-Stube", bei der das Gesehene geschmacklich verdichtet wird.


D

Dämmerschoppen

Ein Begriff, der sich aus dem alten Hohlmaß Schoppen (je nach Region und Zeit zwischen 0,35 und   0,5 l) und jener Tageszeit-Bezeichnung zusammensetzt, in der man sich einen solchen Schoppen vom Bier gerne gönnen mag. Die Privatbrauerei Zwettl bietet unter dem Titel "Dämmerschoppen" eine besonders reizvolle Möglichkeit, die Brauerei kennenzulernen. Im Pauschalpreis von € 19,80 sind nicht nur Getränke nach freier Wahl, sondern auch eine Filmvorführung, eine Brauereiführung sowie ein kleiner Imbiss inkludiert (Voranmeldung erforderlich).
Das Arrangement ist jeden Freitag um 18:30 Uhr buchbar (ausgenommen Feiertage)!

Dunkles

Eine Zwettler Bierspezialität, die besonders Biergenießerinnen anspricht: Laut Umfrage von "Regal", dem führenden Fachjournal für Markenartikel, empfinden Frauen in Österreich das Zwettler Dunkles als das sympathischste Bier des Landes. Das sehr malzige, aromareiche Bier erhält seine typische Färbung durch die Verwendung dunklerer Malzsorten und ist mit 11,5 Grad Stammwürze und 3,4 %-Vol. ein echtes Vollbier.


E

Edelbrand

Gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Whisky-Brenner Johann Haider aus Roggenreith sorgt die Privatbrauerei Zwettl auch für hochprozentigen Biergenuss. Aus dem Zwettler Zwickl-Bock brennt Haider einen 41-prozentigen Edelbrand und einen äußerst geschmackvollen Bierlikör. Beide Spezialitäten sind unter anderem im Online-Shop der Privatbrauerei erhältlich.

Edelkorn

Seit Sommer 2006 bezieht die Privatbrauerei Zwettl einen Großteil ihrer Braugerste von der Waldviertler Erzeugergemeinschaft Edelkorn. Mehr als 100 Landwirte bauen auf ca. 250 Hektar Braugerste für die Zwettler Brauer an. Die Lagerung und Qualitätssicherung wird von den Raiffeisen-Lagerhäusern übernommen; das Mälzen macht die Stadlauer Malzfabrik.

Export Lager

Der Top-Seller der Privatbrauerei Zwettl. Das Zwettler Export Lager ist es ein helles, untergäriges Vollbier mit einem Stammwürzegehalt von 11,8 Grad. Es ist milder als ein Pils, da es weniger Hopfen enthält, und ausschließlich im Lebensmittelhandel verfügbar ist.


F

Familie

Seit fast 120 Jahren ist die Privatbrauerei Zwettl in Besitz der Brauerfamilie Schwarz. Mag. Karl Schwarz, der das Unternehmen leitet, ist der Ururenkel des bayrischen Brauers Georg Schwarz, der sich 1890 in Zwettl niederließ und hier die Stiegenbrauerei erwarb. Die familiäre Erfolgsstory war der Anlass für eine besondere Auszeichnung: Vom "Wirtschaftsblatt" wurde die Privatbrauerei Zwettl zu Niederösterreichs bestem Familienunternehmen 2008 gewählt

Filtration

Um ein kristallklares, blankes Bier zu erhalten, muss dieses nach der Reifung gefiltert werden. Im Bierfilter werden verbliebene Hefezellen und sonstige Trübstoffe zurückgehalten. Nicht jedes Bier muss gleich stark bzw. überhaupt gefiltert werden. Zwicklbiere sind zum Beispiel ungefiltert.


G

Gärung

Bei der Gärung wandelt die Hefe den Malzzucker der Würze innerhalb von fünf bis acht Tagen in Alkohol um. Früher fand die Gärung in kühlen und dunklen Gärkellern statt, heute erfolgt sie in der Regel in gekühlten Gärtanks, wobei der Lagerort nach wie vor als "Keller" bezeichnet wird. Das so entstehende Jungbier wird erst durch Reifung zum trinkfertigen Bier.

Getreide

Das Getreide, welches im vermälzten Zustand am häufigsten für das Bierbrauen verwendet wird, ist die zweizeilige Sommergerste. Es werden aber auch mit Weizen, Roggen und Dinkel Biere erzeugt. Die Privatbrauerei Zwettl verwendet für ihre Biere hauptsächlich Braugerste. Ein Großteil wird von der Erzeugergemeinschaft Edelkorn im Waldviertel angebaut. Kultiviert werden die Sorten Zarasa und Cerbinetta - alle zwei gedeihen im Waldviertler Klima außerordentlich kompakt und extraktreich.

Glaskultur

Was für den Weingenuss so essentiell ist, gilt auch für das Bier: Das Glas in der passenden Form hebt den Inhalt. Verschiedene Biertypen verlangen unterschiedliche Gläser, wenn sich Bukett und Aromastoffe optimal entwickeln sollen. Deshalb entwickelt die Privatbrauerei Zwettl in Zusammenarbeit mit hervorragenden Glasdesignern spezielle Gläser. Den leichtmoussierenden Bieren werden hohe, schlanke Gläser angemessen, den kraftvollen solche von wuchtiger Statur.


H

Hadmar

Die Bio Bier-Spezialität der Bierwerkstatt Weitra, welche seit 2003 zur Privatbrauerei Zwettl gehört. Die beiden “festen” Rohstoffe – Hopfen und Malz – stammen aus zertifiziertem biologischem Anbau. Zusammen mit dem weichen Urgesteinswasser des Böhmischen Massivs (Wasser) verleihen die Inhaltsstoffe dem Biobier ein röstmalziges Aroma und lassen es ausgesprochen mild erscheinen.

Hefe

Der vierte Bier-Rohstoff, den man neben Wasser, Hopfen und Malz gerne vergisst. Die Hefe ist für die alkoholische Gärung zuständig. Es werden obergärige und untergärige Hefestämme unterschieden. Obergärige Hefe schwimmt bei offener Gärung an der Oberfläche des Jungbieres, untergärige setzt sich während der Gärung am Boden ab. In Zwettl werden nur untergärige Hefen verwendet.

Hopfen

Die geschmacksgebende Seele des Bieres. Der Hopfen verleiht dem Bier aber nicht nur das typisch Herbe, er erhöht auch die Haltbarkeit und verhilft dem Schaum zur Standfestigkeit. Für die Brauerei Zwettl bauen sieben Landwirte auf rund 14 Hektar Hopfen an und versorgen damit die Brauerei zu 95 Prozent mit dieser unverzichtbaren Zutat. Besondere Beachtung gebührt der “Zwettler Perle”. Dieser sehr aromatische Mittelgebirgshopfen wird rund um Zwettl kultiviert und war die erste Sorte, die, nachdem der Hopfenanbau in der Region nach dem Ersten Weltkrieg zum Erliegen gekommen war, Ende der 1980er-Jahre, auf Initiative der Privatbrauerei Zwettl, wieder ihrem Weg ins Waldviertel fand.


J

Jodprobe

Eine wichtigste Aufgabe des Maischprozesses ist der Abbau von unlöslicher Stärke zu löslichen und vergärbaren Zuckern. Um diesen Prozess überwachen zu können, wendet man die Jodprobe an. Auf einer der Maische entnommenen Probe werden einige Tropfen Jod (Kaliumjodit) geträufelt.  Aufgrund der dadurch entstehenden Farbänderung kann der Fortschritt des Stärkeabbaus kontrolliert werden. Der Stärkeabbau verläuft in 3 Stufen: Verkleisterung-Verflüssigung-Verzuckerung. Während der ersten Schritte verfärbt sich die entnommene Probe schwarz, erst nach vollständiger Verzuckerung kommt es zu keiner Farbänderung mehr. Jetzt kann der Brauer mit dem nächsten Schrit, dem "Abläutern", beginnen.


K

Kuenringer Festbock

Das starke Bier aus der Privatbrauerei Zwettl hat 16 Grad Stammwürze und 6,8 %-Vol. Alkohol. Der Festbock ist ganzjährig verfügbar, wird aber aus Tradition hauptsächlich zu Ostern und Weihnachten, also während und im Anschluss an Fastenzeiten getrunken. Seinen Ursprung hatte das Bockbier nämlich in den zur Fastenzeit eingebrauten Starkbieren der Klöster, welches die Mönche durchaus bekömmlich über die mageren Zeiten bringen sollte.
Der Kuenringer Festbock ist nur in der 0,5 l Flasche erhältlich.


M

Maischen

Der erste Schritt der Bierherstellung in der Brauerei. Gemaischt wird das aus der Mälzerei kommende Malz. Um aus diesem die für das Bier nötigen Stoffe zu lösen, wird es geschrotet und mit warmem Wasser behandelt. Je höher das Verhältnis von Malz zu Brauwasser ist, desto höher ist die Stammwürze. Nach dem Maischen folgt das Abläutern.

Malz

Um aus Getreide Bier herstellen zu können, muss es in Braumalz umgewandelt werden. Dafür werden die Körner durch Zugabe von warmen Wasser zur Keimung gebracht und anschließend getrocknet. Das geschieht in der Mälzerei. Die Malzmischung bestimmt ganz wesentlich den Charakter des Bieres.


O

Original

Die Zwettler Bierspezialität. Erstmals gebraut wurde es 1990 nach einer Originalrezeptur von Georg Schwarz aus dem Jahr 1890. Die Rohstoffe des böhmischen Pilsbiertypes mit 11,9 Grad Stammwürze und 5,1 %-Vol. Alkohol stammen alle aus dem Waldviertel.


P

Pils Classic

Pils Classic ist ein helles, untergäriges, hopfenbetontes Bier, dessen Siegeszug rund um die Welt in der tschechischen Stadt Pilsen seinen Ausgang nahm. Das Zwettler Pils - zartblumig, reich an Kohlensäure und mit prachtvollem Schaum ausgestattet - weist 11,5 Grad Stammwürze und 4,9 %-Vol. Alkohol auf und wird nur in der Gastronomie ausgeschenkt.


R

Radler

Ein der Legende nach um 1922 auf der bayrischen Kugler Alm aus einer Bierknappheit heraus erfundenes Mischgetränk, das aber nach seriöser Geschichtsforschung bereits um 1900 gebräuchlich war und dessen Urheber sehr wahrscheinlich unbekannt bleiben wird. Der Zwettler Radler Citrus besteht zu 60 Prozent aus herrlich prickelnder alkoholfreier Mehrfruchtlimonade mit Zitronen, Orangen und Limetten und zu 40 Prozent aus Vollbier und weist nur 2,0 %-Vol. Alkohol auf.

Reifung

Der Produktionsschritt nach der Gärung. In geschlossenen Behältnissen lässt man das untergärige (Hefe) Bier zwischen einem (Märzen- oder Lagerbier) und sechs (Bockbier) Monaten bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt nachgären und reifen. Die Lagerung bewirkt nicht nur sauberere Bieraromen, sondern führt auch zur Anreicherung des Bieres mit der durch die Hefe gebildeten natürlichen Kohlensäure.

Reinheitsgebot

Es gibt mehrere Reinheitsgebote für Bier. Das berühmteste wurde vom bayrischen Herzog Wilhelm IV. 1516 erlassen und schrieb vor, dass "zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen." Dass ohne die gärende Wirkung von Hefe kein Bier entsteht, war damals noch nicht bekannt. Der Codex Alimentarius Austriacus regelt heute in Österreich die Rohstofffrage genauer: Wasser, Getreide, Hopfen und Hefe sind nach "österreichischem Reinheitsgebot" die einzigen Zutaten, die ein Bier haben darf.


S

Schaum

Die Schaumkrone eines Bieres entsteht durch die Kohlensäure, die sich beim Einschenken entbindet. Diese bläst sich, unter Mitwirkung des Hopfens und des vom Malz gewonnenes Eiweißes, wie ein elastisches Häutchen auf. Um eine schöne und stabile Schaumkrone zu erhalten, braucht es beim Einschenken ein sauberes Glas, einen schrägen Einschenkwinkel und zwei bis drei Minuten Zeit.

Schwarz Alm

Die unweit von Zwettl liegende Schwarz Alm wurde 1990 von der Privatbrauerei Zwettl als Vier-Stern-Hotel eröffnet.

Stammwürze

Die Stammwürze bezeichnet den Anteil der aus dem Malz im Wasser gelösten nichtflüchtigen Stoffe vor der Gärung. Das ist vor allem Malzzucker. Aus der Stammwürze bilden sich durch Vergärung Alkohol, Kohlensäure und Wärme. Ein Grad Stammwürze bedeutet, dass in 100 Gramm unvergorener Würze ein Gramm Extrakt enthalten ist.

Stiegenbrauerei

1708 wurde im Gut “Schickenhof” – einem Meierhof des Stiftes Zwettl – in den Kellerräumen einer Schenke eine Brauerei errichtet. Aus der sogenannten “Stiegenbrauerei” ging dann später die Privatbrauerei Zwettl hervor.

Sudhaus

Im Sudhaus finden wesentliche Brauvorgänge wie das Maischen, Abläutern und Kochen statt. Das Sudhaus der Privatbrauerei Zwettl wurde bei der großen Renovierung im Jahr 2003 nach alten Vorlagen dem Brauhaus anno 1890 nachempfunden. Hinter der historischen Fassade befindet sich allerdings modernste Brautechnik.


W

Waldviertel

Nordwestliche Region Niederösterreichs, die sich ein hohes Maß an Ursprünglichkeit bewahrt hat. Das Waldviertel erfreut den Gast nicht nur mit seiner waldreichen, hügeligen Landschaft, sondern auch mit edlen Lebensmitteln wie Karpfen, Mohn und Erdäpfeln, die Grundlage einer sehr eigenständigen Küche sind. Im kühlen, aber recht sonnigen Klima gedeihen auch Gerste und Hopfen vorzüglich.

Würzekochen

Ein entscheidender Produktionsschritt der Bierherstellung. Die nach der Abläuterung nun klare Würze wird in der Würzepfanne gekocht. Während des ein- bis eineinhalbstündigen Kochens erfolgen mehrere (meist 3) Hopfengaben. Welche Hopfensorte und in welcher Menge beigegeben wird, hängt von der Biersorte ab, die gebraut wird. Nach dem Würzekochen folgt die Abkühlung.


Z

Zapfen

Eine der großen Kunstfertigkeiten im Rahmen der Bierkultur, bei der vor allem eine attraktive Schaumkrone entstehen soll. Die wesentlichsten Regeln sind: Bierglas mit kaltem Wasser ausschwemmen, damit Bier- und Glastemperatur annähernd übereinstimmen; Glas schräg halten; langsam zapfen.

Zwettl, Kultur- und Braustadt

Zwettls Biertradition reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Ein weiches Wasser und günstiges Klima machten die Stadt für Brauer so attraktiv. Bier wurde im städtischen Brau- und Schankhaus, in der Stiftsbrauerei und in bis zu acht weiteren Brauhäusern hergestellt. Aus einem dieser Brauhäuser – der Stiegenbrauerei – entwickelte sich ab 1890 die Privatbrauerei Zwettl der Familie Schwarz.

Zwickl

Eine unfiltrierte Spezialität, die in der Privatbrauerei Zwettl sowohl in der Gastronomie, als auch im Handel erhältlich. Die Privatbrauerei Zwettl war 1984 der erste österreichische Biererzeuger, der ein Zwickl auf den Markt brachte.