E

Edelkorn

Seit Sommer 2006 bezieht die Privatbrauerei Zwettl einen Großteil ihrer Braugerste von der Waldviertler Erzeugergemeinschaft Edelkorn. Bis zu 500 Landwirte bauen auf ca. 250 Hektar Braugerste für die Zwettler Brauer an. Die Lagerung und Qualitätssicherung wird von den Raiffeisen-Lagerhäusern übernommen; das Mälzen macht die Stadlauer Malzfabrik.

Export Lager

Der Top-Seller der Privatbrauerei Zwettl. Das Zwettler Export Lager ist es ein helles, untergäriges Vollbier mit einem Stammwürzegehalt von 11,8 Grad. Es ist milder als das Pils, da es weniger Hopfen enthält, und ausschließlich im Lebensmittelhandel verfügbar ist.


F

Familie

Seit fast 120 Jahren ist die Privatbrauerei Zwettl in Besitz der Familie Schwarz. Mag. Karl Schwarz, der derzeit die Geschäfte führt, ist der Ururenkel des bayrischen Brauers Georg Schwarz, der sich 1890 in Zwettl niederließ und hier die Stiegenbrauerei erwarb. Die familiäre Erfolgsstory war vor kurzem der Anlass für eine besondere Auszeichnung: Vom "Wirtschaftsblatt" wurde die Privatbrauerei Zwettl zu Niederösterreichs bestem Familienunternehmen 2008 gewählt

Filtration

Um ein kristallklares, blankes Bier zu erhalten, muss dieses nach der Reifung gefiltert werden. Im Bierfilter werden verbliebene Hefezellen und sonstige Trübstoffe zurückgehalten. Nicht jedes Bier muss gleich stark bzw. überhaupt gefiltert werden. Zwicklbiere sind zum Beispiel ungefiltert.


G

Gärung

Bei der Gärung wandelt die Hefe den Malzzucker der Würze innerhalb von fünf bis acht Tagen in Alkohol um. Früher fand die Gärung in kühlen und dunklen Gärkellern statt, heute erfolgt sie in der Regel in gekühlten Gärtanks, wobei der Lagerort nach wie vor als "Keller" bezeichnet wird. Das so entstehende Jungbier wird erst durch Reifung zum trinkfertigen Bier.

Getreide

Das Getreide, das im vermälzten Zustand am häufigsten für das Bierbrauen verwendet wird, ist die zweizeilige Sommergerste. Es werden aber auch mit Weizen, Roggen und Dinkel Biere erzeugt. Die Privatbrauerei Zwettl verwendet für ihre Biere ausschließlich Braugerste. Ein Großteil wird von der Erzeugergemeinschaft Edelkorn im Waldviertel angebaut. Kultiviert werden die Sorten Roxana, Prestige und Scarlett - alle drei gedeihen im Waldviertler Klima außerordentlich kompakt und extraktreich.

Glaskultur

Was für den Weingenuss so essentiell ist, gilt auch für das Bier: Das Glas in der passenden Form hebt den Inhalt. Verschiedene Biertypen verlangen unterschiedliche Gläser, wenn sich Bukett und Aromastoffe optimal entwickeln sollen. Deshalb entwickelt die Privatbrauerei Zwettl in Zusammenarbeit mit hervorragenden Glasdesignern spezielle Gläser. Den leichtmoussierenden Bieren werden hohe, schlanke Gläser angemessen, den kraftvollen solche von wuchtiger Statur.


H

Hadmar

Die Bio Bier-Spezialität der Bierwerkstatt Weitra, welche seit 2003 zur Privatbrauerei Zwettl gehört. Die beiden “festen” Rohstoffe – Hopfen und Malz – stammen aus zertifiziertem biologischem Anbau. Zusammen mit dem weichen Urgesteinswasser des Böhmischen Massivs (Wasser) verleihen die Inhaltsstoffe dem Biobier ein röstmalziges Aroma und lassen es ausgesprochen mild erscheinen.

Hefe

Der vierte Bier-Rohstoff, den man neben Wasser, Hopfen und Malz gerne vergisst. Die Hefe ist für die alkoholische Gärung zuständig. Es werden obergärige und untergärige Hefestämme unterschieden. Obergärige Hefe schwimmt bei offener Gärung an der Oberfläche des Jungbieres, untergärige setzt sich während der Gärung am Boden ab. In Zwettl werden nur untergärige Hefen verwendet.

Hopfen

Die geschmacksgebende Seele des Bieres. Der Hopfen verleiht dem Bier aber nicht nur das typisch Herbe, er erhöht auch die Haltbarkeit und verhilft dem Schaum zur Standfestigkeit. Für die Privatbrauerei Zwettl bauen acht Landwirte auf 16,5 Hektar Hopfen an und versorgen damit die Brauerei zu 100 Prozent mit dem Rohstoff. Besondere Beachtung gebührt der “Zwettler Perle”. Dieser sehr aromatische Mittelgebirgshopfen wird rund um Zwettl kultiviert und war die erste Sorte, die, nachdem der Hopfenanbau in der Region nach dem Ersten Weltkrieg zum Erliegen gekommen war, Ende der 1980er-Jahre wieder ins Waldviertel fand. Initiiert wurde die Repatriierung von der Privatbrauerei Zwettl.