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Radler

Ein der Legende nach um 1922 auf der bayrischen Kugler Alm aus einer Bierknappheit heraus erfundenes Mischgetränk, das aber nach seriöser Geschichtsforschung bereits um 1900 gebräuchlich war und dessen Urheber sehr wahrscheinlich unbekannt bleiben wird. Der Zwettler Radler Citrus besteht je zur Hälfte aus Vollbier und herrlich prickelnder Zitronenlimonade und weist nur 2,0 %-Vol. Alkohol auf.

Reifung

Der Produktionsschritt nach der Gärung. In geschlossenen Behältnissen lässt man das untergärige (Hefe) Bier zwischen einem (Märzen- oder Lagerbier) und sechs (Bockbier) Monaten bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt nachgären und reifen. Die Lagerung bewirkt nicht nur sauberere Bieraromen, sondern führt auch zur Anreicherung des Bieres mit der durch die Hefe gebildeten natürlichen Kohlensäure.

Reinheitsgebot

Es gibt mehrere Reinheitsgebote für Bier. Das berühmteste wurde vom bayrischen Herzog Wilhelm IV. 1516 erlassen und schrieb vor, dass "zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen." Dass ohne die gärende Wirkung von Hefe kein Bier entsteht, war damals noch nicht bekannt. Der Codex Alimentarius Austriacus regelt heute in Österreich die Rohstofffrage genauer: Wasser, Getreide, Hopfen und Hefe sind nach "österreichischem Reinheitsgebot" die einzigen Zutaten, die ein Bier haben darf.


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Schaum

Die Schaumkrone eines Bieres entsteht durch die Kohlensäure, die sich beim Einschenken entbindet. Diese bläst sich, unter Mitwirkung des Hopfens und des vom Malz gewonnenes Eiweißes, wie ein elastisches Häutchen auf. Um eine schöne und stabile Schaumkrone zu erhalten, braucht es beim Einschenken ein sauberes Glas, einen schrägen Einschenkwinkel und zwei bis drei Minuten Zeit.

Schnaps

Gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Whisky-Brenner Johann Haider aus Roggenreith sorgt die Privatbrauerei Zwettl auch für hochprozentigen Biergenuss. Aus dem Zwettler Zwickl-Bock brennt Haider einen 41-prozentigen Edelbrand und einen äußerst geschmackvollen Bierlikör. Beide Spezialitäten sind unter anderem im Online-Shop der Privatbrauerei erhältlich.

Schwarzalm

Die unweit von Zwettl liegende Schwarz Alm wurde 1990 von der Privatbrauerei Zwettl als Vier-Stern-Hotel eröffnet.

Stammwürze

Die Stammwürze bezeichnet den Anteil der aus dem Malz im Wasser gelösten nichtflüchtigen Stoffe vor der Gärung. Das ist vor allem Malzzucker. Aus der Stammwürze bilden sich durch Vergärung Alkohol, Kohlensäure und Wärme. Ein Grad Stammwürze bedeutet, dass in 100 Gramm unvergorener Würze ein Gramm Extrakt enthalten ist.

Stiegenbrauerei

1708 wurde im Gut “Schickenhof” – einem Meierhof des Stiftes Zwettl – in den Kellerräumen einer Schenke eine Brauerei errichtet. Aus der sogenannten “Stiegenbrauerei” ging dann später die Privatbrauerei Zwettl hervor.

Sudhaus

Im Sudhaus finden wesentliche Brauvorgänge wie das Maischen, Abläutern und Kochen statt. Das Sudhaus der Privatbrauerei Zwettl wurde bei der großen Renovierung im Jahr 2003 nach alten Vorlagen dem Brauhaus anno 1890 nachempfunden. Hinter der historischen Fassade befindet sich allerdings modernste Brautechnik.