Kompetente Auskunft zu allen Bierfragen

Keiner kennt das Bier besser, als der Braumeister, unter dessen kundiger Hand es entstanden ist.
In der Privatbrauerei Zwettl gewährleisten Braumeister Heinz Wasner und sein Team, dass die Biere optimal gebraut werden. Sein großes Wissen um das gute Bier gibt er gerne weiter. Unter anderem auf dieser Website. Wenn Sie Fragen über die Entstehung von Bier, Reifung, Lagerung, die Unterschiede zwischen den Sorten oder den speziellen Charakter der Zwettler-Biere haben – der Zwettler-Braumeister antwortet gerne.

Einige häufig gestellten Fragen und die Antworten finden Sie hier:

  • Stimmt es, dass nach dem Reinheitsgebot nur Wasser, Hopfen und Malz für das Bierbrauen verwendet werden dürfen?
    Das stimmt nicht, denn selbstverständlich darf auch Hefe zugegeben werden, um eine kontrollierte Gärung in Gang zu bringen. Als 1516 das Bayrische Reinheitsgebot verfasst wurde, war die Wirkungsweise der Hefe allerdings noch unbekannt, weshalb Hefe in dem Gebot auch nicht erwähnt wird.

  • Wie kommt es, dass Biere so unterschiedlich schmecken, obwohl sie aus so wenigen Zutaten bestehen und Wasser kein großer Geschmacksträger ist?
    Es besteht eine große Auswahl an Malzsorten mit unterschiedlichen Eigenschaften und Charakteren - helles Malz, dunkles Malz, Caramalz, Farbmalz, Röstmalz und viele mehr. Damit kann bereits der Geschmack erheblich variiert und bestimmt werden. Der Hopfen verleiht dem Bier die typische Herbe und ist ebenso in vielen Sorten verfügbar.

  • Wovon ist quantitativ mehr im Bier: vom Hopfen oder Malz?
    Vom Malz. Für einen halben Liter Bier wird nicht mehr als 0,75 bis 2 g Hopfen aufgewendet.

  • Kann man die Haltbarkeit von Bier beeinflussen?
    Ja, denn bei kühler und dunkler Lagerung ist das Bier gegen das vorzeitige Altern besser geschützt. Je höher die Stammwürze liegt, desto länger sind Biere haltbar. Unfiltriertes Bier wie Zwickl hat eine geringe Haltbarkeit und wird von Zwettler deshalb nur im Fass abgegeben.

  • Wovon hängt es ab, ob ein Bier untergärig oder obergärig ist?
    Von der Hefekultur und ihrem Verhalten. Bei obergärigen Bier schwimmt die Hefe während des Gärprozesses an der Oberfläche, bei untergärigen setzt sie sich am Boden ab. Zu den untergärigen Bieren zählen die großen Gruppen von Märzen-, Lager-, Export- und Pilsbieren. Obergärige Biere sind weitaus seltener. Prominentester Vertreter dieser Art ist das Weißbier.