Nur Gutes tut es!

Die Kunst des Brauers und der technische Standard sind wichtige Faktoren bei der Gewinnung guter Biere. Grundlage für hervorragende Biere sind jedoch exzellente Zutaten: weiches Wasser, aromakräftiger Hopfen und starke Braugerste für das Malz.

Aromahopfen

Die geschmacksgebende Seele des Bieres. Der Hopfen verleiht dem Bier aber nicht nur das typisch Herbe, er erhöht auch die Haltbarkeit und verhilft dem Schaum zur Standfestigkeit. Für die Brauerei Zwettl bauen sieben Landwirte auf rund 14 Hektar Hopfen an und versorgen damit die Brauerei zu 95 Prozent mit dieser unverzichtbaren Zutat. Besondere Beachtung gebührt der “Zwettler Perle”. Dieser sehr aromatische Mittelgebirgshopfen wird rund um Zwettl kultiviert und war die erste Sorte, die, nachdem der Hopfenanbau in der Region nach dem Ersten Weltkrieg zum Erliegen gekommen war, Ende der 1980er-Jahre, auf Initiative der Privatbrauerei Zwettl, wieder ihrem Weg ins Waldviertel fand.

 

 

Braugerste/Malz

Das Getreide, welches im vermälzten Zustand am häufigsten für das Bierbrauen verwendet wird, ist die zweizeilige Sommergerste. Es werden aber auch mit Weizen, Roggen und Dinkel Biere erzeugt. Die Privatbrauerei Zwettl verwendet für ihre Biere überwiegend Braugerste. Ein Großteil wird von der Erzeugergemeinschaft Edelkorn im Waldviertel angebaut. Kultiviert werden die Sorten Zarasa und Cerbinetta – alle zwei gedeihen im Waldviertler Klima außerordentlich kompakt und extraktreich.

Um aus Getreide Bier herstellen zu können, muss es in Braumalz umgewandelt werden. Dafür werden die Körner durch Zugabe von warmem Wasser zur Keimung gebracht und anschließend getrocknet. Das geschieht in der Mälzerei. Die Malzmischung bestimmt ganz wesentlich den Charakter des Bieres.

 

 

quellfrisches Wasser

Brauwasser soll weich und möglichst rein sein. Solches Wasser steht nur dort zur Verfügung, wo der Grundwasserstrom knapp unter der Erdoberfläche bleibt und das Wasser bald nach dem Eintritt in den Boden für das Brauhandwerk gefasst werden kann. Eine Region mit dafür idealtypischen Bedingungen ist das Waldviertel, dessen Geologie vom gewaltigen Granitsockel der Böhmischen Platte geprägt ist. Das Wasser kann hier nicht tief eindringen, um im Erdinneren über Jahrtausende störende Mineralien aufzunehmen. Es wandert als “Goldener Strom” durch die Wälder und kann vom Brauer als Element vorzüglicher Biere genutzt werden.

 

 

Bierhefe

Eine weitere Bierzutat, die man neben Wasser, Hopfen und Malz anführen muss. Die Hefe ist für die alkoholische Gärung zuständig. Es werden obergärige und untergärige Heferassen unterschieden. Obergärige Hefe schwimmt bei offener Gärung an der Oberfläche des Jungbieres, untergärige setzt sich während der Gärung am Boden ab.