Nur Gutes tut es!

Die Kunst des Brauers und der technische Standard der Brauerei sind wichtige Faktoren bei der Gewinnung guter Biere. Die Grundlage für hervorragende Biere sind jedoch exzellente Zutaten: weiches Wasser, wie es die Quellen im Urgestein des Waldviertels spenden, aromakräftiger Hopfen, starke Braugerste für das Malz. Die Zwettler Biernatur bringt all das hervor.

Hopfen

Die geschmacksgebende Seele des Bieres. Der Hopfen verleiht dem Bier aber nicht nur das typisch Herbe, er erhöht auch die Haltbarkeit und verhilft dem Schaum zur Standfestigkeit. Für die Brauerei Zwettl bauen sieben Landwirte auf rund 16,5 Hektar Hopfen an und versorgen damit die Brauerei zu beinahe 100 Prozent mit dieser unverzichtbaren Zutat. Besondere Beachtung gebührt der “Zwettler Perle”. Dieser sehr aromatische Mittelgebirgshopfen wird rund um Zwettl kultiviert und war die erste Sorte, die, nachdem der Hopfenanbau in der Region nach dem Ersten Weltkrieg zum Erliegen gekommen war, Ende der 1980er-Jahre wieder ins Waldviertel fand. Initiiert wurde die Repatriierung von der Privatbrauerei Zwettl.

Braugerste/Malz

Das Getreide, das im vermälzten Zustand am häufigsten für das Brauen heimischer Biere verwendet wird, ist die zweizeilige Sommergerste. Es werden aber auch zB mit Weizen, Roggen und Dinkel Biere erzeugt. Die Privatbrauerei Zwettl verwendet für ihre Biere ausschließlich Braugerste. Ein Großteil wird von der Erzeugergemeinschaft Edelkorn im Waldviertel angebaut. Kultiviert werden die Sorten Roxana, Prestige und Scarlett – alle drei gedeihen im Waldviertler Klima außerordentlich kompakt und extraktreich.

Um aus Getreide Bier herstellen zu können, muss es in Braumalz umgewandelt werden. Dafür werden die Körner durch Zugabe von warmem Wasser zur Keimung gebracht und anschließend getrocknet. Das geschieht in der Mälzerei. Die Malzmischung bestimmt ganz wesentlich den Charakter des Bieres.

Wasser

Brauwasser soll weich und möglichst rein sein. Solches Wasser steht nur dort zur Verfügung, wo der Grundwasserstrom knapp unter der Erdoberfläche bleibt und das Wasser bald nach dem Eintritt in den Boden für das Brauhandwerk gefasst werden kann. Eine Region mit dafür idealtypischen Bedingungen ist das Waldviertel, dessen Geologie vom gewaltigen Granitsockel der Böhmischen Platte geprägt ist. Das Wasser kann hier nicht tief eindringen, um im Erdinneren über Jahrtausende störende Mineralien aufzunehmen. Es wandert als “Goldener Strom” durch die Wälder und kann vom Brauer als Element vorzüglicher Biere genutzt werden.

Hefe

Eine weitere Bierzutat, die man neben Wasser, Hopfen und Malz anführen muss. Die Hefe ist für die alkoholische Gärung zuständig. Es werden obergärige und untergärige Heferassen unterschieden. Obergärige Hefe schwimmt bei offener Gärung an der Oberfläche des Jungbieres, untergärige setzt sich während der Gärung am Boden ab.